#3 Do It! Schau nicht zurück

Ja, zugegeben, die Überschrift ist ein wenig provokant. Was ich meine: Du bist im Schreibprozess, die Wörter fliegen nur so aus den Tastaturanschlägen in deinen Rechner, du machst echt Strecke, ein Kapitel, dann wieder eins, du bist voll im Flow. In dieser Situation empfehle ich dir, eins nicht zu tun:

 

Lies nicht das, was du gestern geschrieben hast!

 

Seltsam? Mitnichten! Dir wird es vermutlich nie gelingen, sofort einen perfekten Text hinzuzimmern. Schaust du nun in deinem Flow mit ein wenig Abstand zurück, wirst du genau das erkennen. Du fängst an, deinen Text von gestern, von vorgestern, von letzter Woche zu redigieren, verstrickst dich in Formulierungen, im Satzaufbau, stellst fest, dass du im Detail noch nicht auf dem Punkt bist. Du wirst unzufrieden mit dem Text, und schließlich mit dir und deiner Leistung.

 

Schon ist es passiert! Dein Flow ist zerstört.

 

Im schlimmsten Falle setzt dann eine Schreibblockade ein. Und dann hast du den Salat.

Bild zeigt einen Autorückspiegel

Das ist garantiert nicht das, was du gebrauchen kannst. Schließlich möchtest du irgendwann in naher Zukunft das Wort "Ende" schreiben dürfen.

 

Nutze also einen Flow für ein Vorankommen. Sei konsequent und verschiebe das Überarbeiten in die Zeit nach dem "Ende". Bremse dich nicht selbst aus, akzeptiere, dass du nicht auf Anhieb perfekte Texte produzierst.

 

Fazit: Ein Flow soll dich beflügeln und zu neuen Ufern tragen. Kümmere dich in dieser Phase nicht um das, was zurückliegt.