#15 Push It! Du

Achtung!

Hier kommt die wichtigste Botschaft im ganzen Push-It-Bereich!

Rückenlehne aufrecht gestellt?

Volle Konzentration?

Bereit?

Trommelwirbel!

Dann also!

 

Sei du selbst!

 

Ich gebe dir hier im Buch zahlreiche Empfehlungen und Ratschläge. Es würde mich auch freuen, solltest du sie annehmen (können). Doch ich möchte nicht, dass du dich dafür verbiegen musst. Überspitzt: Bist du ein griesgrämiger Typ, der gerne verbal austeilt, dann wirst du kaum eine »Danke« über die Lippen bekommen. Und solltest du es doch fertigbringen, dann würde jeder sofort spüren, dass du es nicht ernst meinst. Also lass es dann einfach.

 

Zieh dein Ding durch.

 

Klaus Kinski ist mit dieser Masche auch gut gefahren - und genießt heutzutage Kultstatus. Besser authentisch, als ein Heuchler. Letzteres kann garantiert niemand leiden. »Sei du selbst« gilt grundsätzlich, sei es Outfit, Auftreten oder die anderen Dinge, die ich hier beleuchte.

 

Regel: Möchtest du eine Empfehlung von mir aufgreifen, dann stelle sie zunächst auf den Prüfstand und frage dich, ob das alles zu dir passt. Du adaptierst bitte nichts, hinter dem du nicht voll und ganz stehst. Nicht nur - wie oben schon angedeutet - würde das dein Publikum sofort merken und sich dir gegenüber verschließen. Nein, auch du selbst würdest dich unwohl dabei fühlen. Zum einen würdest du die Abneigung des Publikums dir gegenüber spüren, zum anderen machst du mit dem Vorspielen etwas, dass du ja eigentlich für dich ablehnst. Dabei fühlt sich jeder mies. Im schlimmsten Fall geht das alles noch in eine Feedbackschleife und ihr schaukelt euch gegenseitig hoch. Und damit räumst du am Ende den Veranstaltungsort schneller als jeder Feueralarm. 

Bild zeigt eine Hand, die mit einem Kugelschreiber eine einhundert Prozent aufschreibt

Ich will, dass du dich bei deinem Auftritt gut fühlst - oder immerhin so gut, wie möglich. Lass die Finger von zum Scheitern verurteilten Versuche!

 

Du bist Du und Du bleibst Du!

 

Tipp: Werte jeden meiner Ratschläge. Schreibe ein »+« dahinter, wenn du etwas für dich aufgreifen kannst und willst. Bei einer »0« schaust du später nochmal vorbei und überlegst, ob du es versuchen möchtest. Wenn du dir unsicher bist, ob ein Punkt zu dir passt, ihn aber eigentlich gerne mal probieren möchtest, dann frag Freunde. Sie können dich gut einschätzen, sie kennen dich. Hör auf sie. Und abschließend: ein Minus symbolisiert: »Ist nichts für mich.«