#14 Push It! Dank

Du solltest dir auf die Fahne schreiben, dich zu bedanken. Das ist keineswegs »oldschool«. Schreib dir einen gefetteten, knalligen Hinweis in deinen Vorlesetext:

 

Zwei »Danke« sind  ein »Must-do«! 

 

Dank 1: Bei Beginn der Lesung bedankst du dich beim Veranstalter für die Einladung und für die Organisation. Dabei solltest du ein paar persönliche Worte einbauen. Das ist nicht so schwer, wie es sich im ersten Augenblick anhört. Jeder Veranstalter hinterlässt heutzutage seine Footprints im Internet. Folge ihnen und notier dir, was dich besonders beeindruckt. Regelmäßige Lesungen? Dann kannst du ihn für sein Engagement im kulturellen Bereich loben. Denn das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Du wirst etwas finden, da bin ich mir sicher. Merke: Dank und Lob hört jeder gerne, es baut auf. Es ist somit zugleich ein schöner Einstieg in deine Lesung, ein genial einfacher und fantastischer »door-opener«. Es wird dich aus dem Stand sympathisch machen - auch beim Publikum. Übertreibe es aber nicht, denn das würde jeder merken. Bedanke dich nicht also für die »warme Stube«, wenn man von den Scheiben den Raureif kratzen könnte - von innen! Sei ehrlich, aber nicht überziehen!

Bild zeigt einen Neonschriftzug mit dem Text Thank you

Dank 2: Am Ende deiner Lesung bedankst du dich beim Publikum. Sie haben ausgeharrt, dir konzentriert zugehört, ja, sie haben dir eine Chance gegeben. Sie haben sich an dem Abend nicht vor die Glotze gehockt, was viel bequemer gewesen wäre. Nein, sie haben sich die Jacke übergezogen, haben die Anreise in Kauf genommen, hatten mit dem Kauf der Eintrittskarten sogar Kosten. Und all das haben sie gemacht, um dir zuzuhören. Ich denke, das hat ein dickes Danke verdient.

 

Also: Do it!