#12 Push It! Büchertisch

Die Lesung ist erfolgreich verlaufen, das Publikum ist zufrieden, jetzt möchten sie gerne noch eins deiner Bücher kaufen. Oder sie wollen vor deiner Lesung schon zuschlagen. Damit kommt der Büchertisch ins Spiel.

 

Ein gut sortierter Büchertisch ist ein »Must-have« bei einer Veranstaltung.

 

Nicht nur, damit deine Bücher verkauft werden. Es ist auch immer ein Ort, an dem du mit deinem Publikum in Kontakt kommst. Stell dich dorthin, setze ein Lächeln auf, und es wird keine Minute dauern, bis der Erste dich bittet, ihm etwas ins Buch zu schreiben. Also stets an einen Kugelschreiber denken. Wir sind uns also einig, dass es einen Büchertisch geben muss. Das bedingt eine Klärung mit dem Veranstalter. Lass es im Vorfeld nicht unausgesprochen, kümmere dich darum, schaffe Klarheit. Das MUSS festgezurrt werden. Sobald die Entscheidung gefallen ist, trifft eine der zwei Optionen zu:

 

1. Du bringst deine Bücher mit und verkaufst sie auf eigener Rechnung (hierzu bitte auch lesen -> Steuer). Vorteil: Du generierst Einnahmen. Nachteile: Du musst ausreichend Wechselgeld mitnehmen, die Bücher schleppen, immer ein Auge auf den Stand haben. Somit hast einen zusätzlichen Stressfaktor. Daher denk darüber nach, die Aufgabe zu delegieren. Ein Freund, eine Bekannte, oder jemand aus der Familie wird sicherlich bereit sein, dir zu helfen.

Bild zeigt einen Käufer an einem Büchertisch

2. Der Veranstalter erklärt sich bereit, für einen Büchertisch zu sorgen. Für dich ist das ein rascher Haken auf deiner Lesungscheckliste. Sollte dir das nicht gefallen, kannst du versuchen, ihn von Punkt 1 zu überzeugen. Ich rate dir jedoch: Lass es! Der Veranstalter besitzt die »Organisationshoheit«, und wenn er selbst oder mit einem Partner den Büchertisch stellt, dann ist das sein gutes Recht. Punkt! Darüber hinaus wird der Veranstalter vermutlich mit einer örtlichen Buchhandlung zusammenarbeiten (wenn er nicht sogar selbst derjenige ist). Es ist immer von Vorteil für dich, wird dein Name in eine Buchhandlung getragen. Kostenlose »Mundpropaganda« ist doch das Beste, was dir passieren kann.

 

Jetzt die »Sonderlocke«:

 

Ihr habt euch für Punkt 2 entschieden. Aber es zeichnet sich ab, dass niemand den Büchertisch übernehmen will (was du zunächst ja nicht mitbekommst). Bitte den Veranstalter, dir in dem Fall rechtzeitig Bescheid zu geben, damit du selbst noch Zeit hast, mit der Buchhandlung zu sprechen. Vielleicht gelingt es dir ja, die Buchhändlerin/den Buchhändler doch noch zu überzeugen. Auf jeden Fall kommt ihr dabei ins Gespräch, was grundsätzlich immer positiv ist. Und wenn alle Stricke reißen, und die Buchhandlung hat keine Zeit oder keine Lust, dann musst du in den sauren Apfel beißen, und den Tisch selbst übernehmen. Aber immerhin weißt du dann Bescheid und kannst reagieren.

 

Nochmal, damit es sitzt:

 

Wofür du dich auch entscheidest: Du musst den Punkt im Vorfeld klären. Denn eine Lesung ohne Büchertisch ist ein No-Go!